Spieltriebe 6 – Das Unmögliche geschieht

Nach drei aufregenden Festivaltagen ging am 13. September 2015 das 6. Spieltriebe-Festival unter dem Motto Das Unmögliche geschieht mit einer Auslastung von 91 Prozent zu Ende. Hier finden Sie weiterhin Informationen rund um das Festivalprogramm. Die Inszenierungen paradies fluten, was wir wissen, Archiv der Erschöpfung, Extrem laut und unglaublich nah, Der finstere Plan der Vintila Radulezcu und Vom Fischer und seiner Frau werden in den Spielplan des Theaters Osnabrück übernommen.

 

It’s the end of the world as we know it

Das Spieltriebe-Festival für zeitgenössisches Theater wird zum sechsten Mal die Spielzeit des Theaters Osnabrück eröffnen, um an ungewöhnlichen Spielorten in der ganzen Stadt zusammen mit unserem Publikum drei Tage lang Theater als heutige Kunstform zu erkunden.

Das Unmögliche geschieht ist das Festivalthema, ein Bezugspunkt für 13 neue Theaterarbeiten, die  die Erzählung des Undenkbaren untersuchen: Die Apokalypse, also die Offenbarung, die Enthüllung als literarisches Genre rückt ins Zentrum der Auseinandersetzung mit einer vielfältigen, intensiven Umbruchserfahrung.

Ob als Spieler, Zuschauer, Theatermacher – wir erleben die Welt, aus der heraus wir uns dem Theater nähern, 2015 als äußerst fragil, vielerorts bestimmt durch Kriege, Krisen, die Bedrohung durch den Terror, die Angst vor dem Unbekannten, die Angst vor dem eigenen Statusverlust. Eine Rhetorik des „Bewahren-Wollens“ von Kultur, des „Verteidigens“ gegen das „Fremde“ greift um sich, und die sogenannte „Mitte der Gesellschaft“ scheint den gemäßigten Boden unter den Füßen zu verlieren.

Theater kann sich gerade jetzt als ein aktiver gesellschaftlicher und künstlerischer Ort positionieren, so insbesondere im konzentrierten Rahmen der Spieltriebe: Als ein Raum, in dem zwischen Zuschauern und Akteuren für die Dauer einer Vorstellung, einer Reise, eines Festival-Tags, das Unmögliche vorstellbar werden kann.

Keine Angst, das Theatrale bleibt dabei immer eine unbegrenzte Möglichkeit – denn wo, wenn nicht hier, könnte das Spiel mit dem Untergang nicht auch das Lachen und die Lust am Phantasieren entfesseln? Halten wir es also mit der Band R.E.M., die bereits in den 90ern gutgelaunt feststellte: „It’s the end of the world as we know it – I feel fine!“

Maria Schneider, Anna Werner, Ralf Waldschmidt
Festivalleitung

Das Programm

Zum Download ins BIld klicken!

Freitag, 11. September 2015, 17 Uhr
Samstag, 12. September 2015, 17 Uhr
Sonntag, 13. September 2015, 16 Uhr
(Ende jeweils ca. 23 Uhr bzw. 22 Uhr)

Start und Ziel jedes Festival-Tags ist das Theater am Domhof!

Neun Uraufführungen, zwei deutschsprachige Erstaufführungen, zwei zeitgenössische Stücke neu inszeniert – es wird schwerfallen, sich für eine der fünf abendfüllenden Routen der Spieltriebe 6 zu entscheiden. Am besten seien Sie gleich an allen drei Festivaltagen mit dem Festivalpass dabei und verpassen Sie so fast nichts!

Eröffnet wird der Abend mit der Tanz-Uraufführung von Thomas Köcks paradies fluten, einer Koproduktion der Sparten Schauspiel und Tanz. Die anderen Inszenierungen verteilen sich auf die folgenden Routen, die stärker als bisher durch eine inhaltliche Klammer zusammengehalten und so zu zusammenhängenden Erlebnissen werden. Die Namen der Routen sind Zitate aus der Auftaktinszenierung paradies fluten; jede Route wird zudem von einem Routenpaten begleitet, die/der das Theater von außen durch das jeweilige Expertenwissen um das Routenthema bereichert.

DIE FÜNF ROUTEN

DIE PRODUKTIONEN

DAS RAHMENPROGRAMM